Heizkörper reinigen: So werden sie auch innen richtig sauber

2026-09 Blog Titelbild Heizkörper

EINLEITUNG

Kennst du diese Reels, die einem immer wieder erklären wollen:

Wusstest du, dass du die Abdeckung deiner Heizung ganz einfach zum Putzen abnehmen kannst?

JA. Wusste ich.
NEIN. Ging bei meinen Heizungen halt nicht ganz einfach!

Seit über zehn Jahren haben wir überall in der Wohnung “neue” Heizkörper. Und mindestens einmal im Jahr spielte sich seitdem dasselbe Drama ab: Ich wollte die Heizkörper von innen sauber machen, bekam aber die Abdeckung einfach nicht ab. Bei den Vorgänger-Heizungen ging das problemlos.

Ich probierte es vorsichtig. Ich probierte es mit etwas mehr Nachdruck. Ich schaute mir zig Videos an, in denen gezeigt wurde, wie unkompliziert sich Heizkörperabdeckungen abnehmen lassen. Bei den dort gezeigten Heizkörpern: offenbar überhaupt kein Problem.
Bei meinen: Fehlanzeige.

Mein bisheriger Trick: Wasser statt Heizkörperbürste

Irgendwann hatte ich keine Lust mehr, weiter nach der richtigen Methode zu suchen.
Also legte ich Handtücher unter die Heizkörper und kippte von oben Wasser hinein. Was da unten herauskam, war wirklich eklig. Und trotzdem war ich mit dem Ergebnis nie zufrieden. Irgendwo blieb immer noch Staub und Schmutz hängen.

Dazu kam anschließend ein schöner Stapel schmutziger Handtücher, den ich natürlich auch noch waschen durfte. Nicht gerade meine Vorstellung von einer gründlichen, unkomplizierten und ökologischen Heizkörperreinigung.


MISSION: ENDLICH DIE ABDECKUNG ABBEKOMMEN

Dann wollte ich es doch noch einmal wissen

Bei einem erneuten Versuch stieß ich auf ein Video, in dem erklärt wurde, dass sich unter einer Plastikabdeckung eine Schraube verstecken kann. Durch Drehen dieser Plastikabdeckung sollte sich die Abdeckung des Heizkörpers lösen lassen.
Klang logisch. Ging bei mir natürlich auch nicht.

Aber diesmal hatte meine Recherche immerhin einen entscheidenden Vorteil: Ich entdeckte auf einer der Plastikabdeckungen endlich den Namen des Herstellers.

HEUREKA!

Also startete ich die Google-Suche noch einmal – diesmal zusammen mit dem Namen des Herstellers. Und tatsächlich fand ich ein Video der Firma. Darin wurde allerdings gar nicht erklärt, wie man die Abdeckung abnimmt (oh Mann!). Stattdessen zeigte der Hersteller, wie man die Heizkörper mit einer langen Bürste reinigen kann, ohne die Abdeckung zu entfernen.

Auch nicht schlecht. Aber wenn man – so wie bei mir – über den meisten Heizungen Fensterbretter hat, die die Geschichte deutlich „friemliger“ machen und die Zwischenräume in den Abdeckungen zusätzlich sehr schmal sind, ist das auch blöd.

Unter dem Video fanden sich allerdings mehrere Kommentare von Menschen, die offenbar genau dasselbe Problem hatten wie ich. Sinngemäß:

„Ich will doch eigentlich nur wissen, wie man diese SCH*-Abdeckung abnimmt!“


Wie gut ich diesen Kommentar verstehen konnte!
Denn der Hersteller erklärte die Demontage auch dort nicht.
Immerhin gab es aber einen Hinweis auf den Kundensupport. Dort könne man eine entsprechende Anleitung anfordern. Warum so umständlich? Keine Ahnung. Aber ich schrieb eine E-Mail.

Und jetzt kommt der Teil, mit dem ich wirklich nicht mehr gerechnet hatte:
Ich bekam innerhalb kürzester Zeit eine Antwort – inklusive PDF-Anleitung.

Am Ende war die Lösung so einfach

Und siehe da: Bei meinen Heizkörpern gibt es unten im Inneren auf beiden Seiten Klammern, die man lösen kann. Danach lassen sich die Seitenteile abnehmen und die Abdeckung kann anschließend entfernt werden.

Bitte was?!
Da habe ich ungefähr zehn Jahre lang versucht, diese Abdeckung abzubekommen. Ich habe vorsichtig daran herumprobiert, irgendwann etwas weniger vorsichtig, mir unzählige Videos angesehen und schließlich Wasser in meine Heizkörper gekippt.

Und die Lösung waren die ganze Zeit zwei Klammern an der Unterseite, die man nicht ohne Ertasten oder mit Hilfe eines Spiegels finden konnte? Ich wusste nicht ob ich lachen oder weinen soll.

Wenn du immer noch keine Lösung gefunden hast…

Und wenn deine Heizung noch mysteriöser ist als meine und sich die Abdeckung weiterhin nicht entfernen lässt? Dann würde ich vor allem eines empfehlen: Nicht gleich aufgeben! Heizkörper sehen von außen oft ziemlich ähnlich aus, können sich beim Aufbau aber deutlich unterscheiden. Die Methode, die bei einem Modell funktioniert, muss bei einem anderen nicht funktionieren.

Versuche den Hersteller herauszufinden, der sich idealerweise irgendwo am Heizkörper ablesen lässt.
Wenn du Mieter bist, frage deinen Vermieter nach dem Namens des Herstellers. Der sollte ja wissen, was er dir da eingebaut hat.
Und wenn du Eigentümer bist, suche in den Kaufunterlagen nach dem Namen. Mit viel Glück findest du da auch gleich eine Bedienungs- und Reinigungsanleitung.

Wenn du den Hersteller herausgefunden hast, lohnt sich online eine gezielte Suche nach:

  • Herstellername und Modellbezeichnung
  • Bedienungs- oder Montageanleitung + Herstellername
  • „Heizkörper Abdeckung abnehmen“ + Herstellername
  • „Heizkörper reinigen“ + Herstellername

Wenn du gar nicht weiterkommst, kann sich auch eine kurze Anfrage beim Hersteller lohnen. Bei mir hat genau das schließlich die Lösung gebracht.


DIE RICHTIGE HEIZKÖRPER-BÜRSTE: EIN GAMECHANGER

Nachdem das Rätsel um meine Heizkörper endlich gelöst war, konnte ich auch die Heizkörperbürste ausprobieren, die ich mir inzwischen besorgt hatte. Und diese möchte ich tatsächlich weiterempfehlen:

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Die Bürste ist lang und schmal (und nebenbei bemerkt auch herrlich kuschelig) und kommt dadurch gut zwischen die Lamellen des Heizkörpers. Die Staubflocken, die runterfallen, kann man danach ganz einfach mit dem Staubsauger wegsaugen.

Das gefällt mir wesentlich besser als meine bisherige Methode mit Wasser und Handtüchern. Und vor allem muss ich nicht mehr anschließend einen Stapel Handtücher waschen, die nach dieser Aktion meistens ziemlich unappetitlich aussehen.


HEIZKÖRPER REINIGEN – MEINE KOMPLETTE VORGEHENSWEISE

Meistens reicht eine Reinigung von außen völlig (Schritt 6 aus der nachfolgenden Anleitung). Wenn du deine Heizkörper schon länger nicht von innen gereinigt hast, lohnt sich ein Blick hinein durchaus. Gerade zwischen den Lamellen sammelt sich mit der Zeit erstaunlich viel Staub.

Am angenehmsten ist die Heizkörperreinigung, wenn die Heizung gerade nicht gebraucht wird. Die Zeit vor Beginn der Heizsaison eignet sich deshalb besonders gut dafür. Aber natürlich kannst du deine Heizkörper auch zu jeder anderen Zeit reinigen, wenn sie gerade ausgeschaltet und abgekühlt sind.

  1. Heizung ausschalten und abkühlen lassen.
  2. Bei empfindlichen Böden oder hellen Teppichen gerne einen Lappen, ein Tuch oder gegebenenfalls etwas Zeitungspapier unter den Heizkörper legen.
  3. Abdeckung entfernen (wir wissen ja jetzt, dass es sooooo einfach ist!)
  4. Mit der Heizkörperbürste zwischen den Lamellen entlanggehen und den Staub lösen.
  5. Den herausgefallenen Staub anschließend mit dem Staubsauger aufnehmen.
  6. Die erreichbaren Flächen und die Oberseite des Heizkörpers feucht abwischen.

MEIN FAZIT

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie lange man sich mit einem Problem herumärgern kann, wenn man davon ausgeht, dass die Lösung eigentlich ganz einfach sein müsste. Und manchmal stimmt das sogar – nur funktioniert die vermeintlich „ganz einfache“ Lösung eben nicht beim eigenen Modell.

Bei mir hat es deshalb nicht gereicht, mir noch ein weiteres Reel anzusehen, in dem jemand in drei Sekunden eine Heizkörperabdeckung abnimmt.

Ich musste erst den Hersteller herausfinden, die richtige Anleitung suchen und schließlich beim Support nachfragen. Dafür weiß ich jetzt endlich, wie das bei meinen Heizkörper funktioniert.

Und ich habe mit der Heizkörperbürste gleichzeitig ein ziemlich praktisches Putzwerkzeug gefunden.


 

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